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Freie Energie - Vorwort von Dr. Brian O'Leary

Dies ist vielleicht eines der wichtigsten Bücher, die Sie je gelesen haben. Es beschreibt den rapiden Fortschritt bei der Verfügbarmachung einer Energiequelle, von der viele von uns in der Wissenschaftsgemeinde glauben, daß sie das Angesicht der Erde radikal verändern wird - Nullpunktenergie aus Quantenfluktuationen im Raumvakuum. Viele bezeichnen sie als "Raumenergie" oder "Freie Energie".

Da die Freie Energie, die uns umgibt, solch eine dermaßen saubere und dezentrale gigantische Quelle ist, glauben einige von uns, daß sich eine Revolution anbahnt. Danach wird man die jetzt existierenden Energietechnologien vielleicht als Alpträume aus grauer Vorzeit ansehen, die unsere Landschaft verschandelt und unsere Luft verschmutzt haben. Diese Revolution könnte ein neues Wissenschafts- und Technologieparadigma einläuten, gegen das die Kopernikanische und die Industrielle Revolution verblassen. Zwei Billionen US-Dollar, die jährlich für den Betrieb veralteter Energieversorgungssysteme aufgewendet werden, statt dessen in umweltverträgliche und erschwingliche Systeme zu investieren - das hat es noch nicht gegeben.

Elektrosysteme, die auf kompakten Solid-State-Geräten basieren, werden wahrscheinlich die Sicherungs- und Schaltkästen in Wohn- und Geschäftshäusern ersetzen. Schließlich werden wir in der Lage sein, uns ganz vom Stromnetz abzunabeln. Die neuen Energieversorger werden außerdem leicht zu transportieren sein, wodurch Speichereinheiten wie Batterien überflüssig werden. Sie werden die Verbrennungsmotoren in unseren Autos und in anderen Transport- und Industriesystemen ersetzen. Und sie können auf dem Feld eingesetzt werden (zum Beispiel für den Betrieb von Bewässerungspumpen), um die landwirtschaftliche Effizienz drastisch zu steigern. So können sie dabei mithelfen, den Hunger in den Drittweltländern abzuschaffen.

Doch wir werden Verfahrensrichtlinien entwickeln müssen, in denen diese Energiegeräte auf ihren angemessenen, sinnvollen Nutzen hin bemessen und nicht im Übermaß oder z.B. als Waffen eingesetzt werden. Auf lange Sicht, so glaube ich, werden wir entdecken, daß sich Raumenergie auch auf praktische Weise für Antigravitations-Antriebssysteme einsetzen läßt.

Warum also treiben wir derlei nicht voran? Wie es scheint, haben wir seit den Tagen Nikola Teslas vor hundert Jahren die Freie Energie unterdrückt. Wir alle haben gewisse tief sitzende Ängste entwickelt, die den Weg blockieren - Ängste, die noch nicht bis ins Allgemeinbewußtsein durchgedrungen sind. Doch trotz all der Unterdrückung ist der dienstbare Geist der Energie endlich aus der Flasche, wie Jeane Manning in diesem Buch deutlich zeigt.

Zunächst möchte ich einige Hintergründe für diese dramatischen Behauptungen liefern. Vor ungefähr zwanzig Jahren, als die OPEC die ölpreise erhöhte und eine Energiekrise ausbrach, begann ich darauf zu achten, wie wir in unserer Kultur Energie mißbrauchen.

Erinnern Sie sich noch an die Autoschlangen an den Tankstellen Mitte der siebziger Jahre, an die düsteren Statistiken über zunehmende ölverknappung, an die Luftverschmutzung, die öllachen, die ölkriege, die Prophezeiungen von Kernschmelzen und der Verseuchung durch radioaktiven Abfall, der Proliferation von atomwaffenfähigem Material aus den Energieprogrammen ausländischer Erzeuger (wie heute dem von Nordkorea) und andere finstere Vorhersagen von Untergang und Verhängnis? Was ist aus der Energiekrise geworden, heute, da wir uns der Jahrtausendwende nähern? Was wurde aus dem Bericht des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums? Viele von uns können sich daran erinnern, dass das OPEC-Kartell seinen Griff zu lockern begann, als die Siebziger ins Land gingen, daß die ölpreise fielen und Ronald Reagan zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde.

Wie durch magische Schicksalsfügung entschieden die Massenmedien und die öffentlichkeit, es gebe überhaupt keine Energiekrise. Es gab wieder genügend öl, und die Vorstellung, daß es nötig sei, Alternativen zu entwickeln, schien aus dem Bewußtsein der öffentlichkeit gewichen zu sein.

1975 war ich Spezialberater in Energiefragen für den Unterausschuß Energie und Umwelt des ehemaligen Kongreßabgeordneten Morris Udall innerhalb des Innenausschusses des U.S.-Repräsentantenhauses. Während der acht Monate, in denen Udall für die Präsidentschaftswahl kandidierte, verfaßte ich Reden und organisierte Anhörungen. Ich half ihm, eine Energiepolitik zu entwickeln, die der nicht unähnlich war, die Präsident Jimmy Carter in den späten Siebzigern verfolgte und die durch die Clinton-Administration fortgesetzt wurde.

Diese Politik nimmt die düsteren Statistiken ernst, die für die kommenden Jahrzehnte eine in hohem Maße umweltschädigende und teure Energiezukunft prognostizieren, wenn wir uns nicht zumindest allmählich von den fossilen Brennstoffen und der Kernkraft als Hauptstütze unserer elektrischen Energieerzeugung abwenden. Wir fordern außerdem eine strenge Emissionskontrolle. Doch diese positiven Schritte erfolgten auf der Basis eines riesigen blinden Fleckes und gegen den Widerstand gegenüber innovativen Lösungen für die aktuelle weltweite Krise.

Selbst einige der innovativsten technischen und politischen Organisationen im Bereich Energie und Umwelt, wie zum Beispiel das Rocky Mountain Institute und die Union of Concerned Scientists, scheinen sich mit langsamen und bescheidenen Veränderungen abgefunden zu haben - verstärkter Einsatz von traditionellen erneuerbaren Ressourcen (Sonnen-, Wind-, Wasserstoff-, Biomasse- und andere Energien) und wachsende Effizienz von Kraftfahrzeugen stellen nur schrittweise Reformen dar. Auf lange Sicht lassen sich weder der begrenzte Vorrat an fossilen Brennstoffen noch die abnehmende Qualität der Umwelt weiter unter den Teppich kehren. Aus den Problemen der siebziger sind die größeren Herausforderungen der neunziger Jahre geworden.

Vor zwei Jahrzehnten verhalf der vorübergehende Eindruck der amerikanischen öffentlichkeit, wir seien tatsächlich mit einem Energieproblem konfrontiert, zu der Gründung eines Ministeriums für Energie (DoE - Department of Energy). Es sollte Forschung und Entwicklung alternativer Energiequellen fördern. Doch größtenteils lieferte das DoE lediglich bürokratischen alten Wein in neuen Schläuchen und vereinte die bestehenden Eigeninteressen der Fossilen-Brennstoff- und der Kernkraftlobbies.

Bis zum heutigen Tag ist es für mich offensichtlich, daß kaum wirkliche Fortschritte dabei erzielt wurden, unseren Energiemißbrauch und den Raubbau an der Umwelt zu stoppen. Anstatt uns im Stile eines Manhattan- oder Apollo-Projektes in Richtung Zukunft zu bewegen, starten wir das Räderwerk aus fossilen Brennstoffen, Verbrennungsmotoren und Kernkraft erneut und transportieren weiterhin von großen zentralen Kraftwerken aus Elektrizität durch ein häßliches Verteilungsnetz, das wahrscheinlich ein enormes Gesundheitsrisiko birgt (Elektrosmog aus Überlandleitungen). Warum also haben wir nichts dagegen unternommen?

Durch ein Umschalten auf saubere Freie Energie ließe sich folgendes fast vollkommen reduzieren: Luftverschmutzung, globale Erwärmung durch Kohlendioxidemissionen, Abwärme, Saddam Husseins umweltzerstörerische Feuer, schwarze Himmel, öllachen, saurer Regen, Stickoxide, Schwefeldioxide, Kohlenwasserstoff- und Ozonemissionen, häßliche ölproduktionsanlagen und Raffinerien, Supertanker, Tankstellen, Kraftwerke, Überlandleitungen und alles, was dazugehört.

Der Einsatz von Freier Energie könnte auch unserem Hunger nach öl und Erdgas ein Ende setzen. Durch diesen Hunger werden wertvolle Ressourcen der Erde in einem alarmierenden Maße aufgezehrt. Diese Lebensader, die sich in über zehn- bis Hunderten von Millionen Jahren innerhalb der Erdkruste gebildet hat, wurde gierig ausgesaugt, als ob es kein Morgen gäbe. ölforderung und -konsum haben sich seit dem Auftreten der Energiekrise mehr als verdreifacht. Fast die Hälfte des vorhandenen öls und mehr als die Hälfte des Erdgasvorkommens wurden bereits aus unseren besten Lagerstätten abgebaut und verbrannt, das meiste innerhalb einer Menschengeneration!

Beim gegenwärtigen rasanten Verbrauch werden die nachgewiesenen ölreserven in den USA nur noch zehn Jahre, global noch vierzig Jahre reichen. Selbst wenn sich diese Reserven als doppelt so ergiebig wie geschätzt erweisen, werden wir Mitte des einundzwanzigsten Jahrhunderts kein öl mehr haben. Bis dahin werden krasse Preiserhöhungen unvermeidbar sein.

Diese Fakten wurden von den Machern unserer Energiepolitik ignoriert. Wir borgen tatsächlich die Erde von unseren Kindern, anstatt sie von unseren Eltern zu ererben. Ein ökologischer Konsens zeichnet sich ab: Wir müssen dieses Vorgehen beenden und eine erträgliche Zukunft aufbauen.

Bei einem Umstieg auf Raumenergie wären die ökonomischen Auswirkungen enorm. Die Einkünfte aus der Nutzung der Elektrizität betragen heute weltweit 800 Milliarden US-Dollar jährlich, eine Verdoppelung im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre, seit wir uns der Energiekrise bewußt wurden und unsere Aufmerksamkeit wieder von ihr abwandten. Diese schwindelerregenden Kosten übersteigen sogar die Größenordnung der Automobilindustrie um das Doppelte. Sie sind mit der Summe vergleichbar, die die Steuerzahler jährlich an die hoch verschuldete Regierung der USA entrichten.

Die weltweite Energie-Infrastruktur, die hauptsächlich auf der Verbrennung von öl, Kohle und Erdgas und dem Einsatz von radioaktiven Elementen beruht, verschlingt ungefähr 2 Billionen US-Dollar jährlich, eine Zahl, die so hoch ist, daß es schwerfällt, sich die Ungeheuerlichkeit ihres uns alle umfassenden Klammergriffs vorzustellen. In der Zeit, die Sie brauchen, um diesen Satz zu lesen, verbrennt die Welt fossile und nukleare Brennstoffe im Wert von mehr als einer Million Dollar für die Nutzung in elektrischen Geräten, für Heizung, Kühlung und Transportsysteme.

In den frühen Achtzigern, als ich bei der Science Applications International Corporation moderne Raumkraftkonzepte studierte, wurde mir völlig klar, daß jede radikal neue Idee im Energiesektor nur schwer durchsetzbar ist, denn sie läuft den Interessen maßgeblicher Kreise in der U.S.-Regierung und der etablierten Industrie zuwider.

Der größte Teil des jährlichen Milliarden-Dollar-Etats des Energieministeriums wird nach wie vor dafür ausgegeben, den Einsatz fossiler Brennstoffe und der Kernenergie auszuweiten. In den Jahren als wissenschaftspolitischer Analytiker wurde mir klar, daß die staatlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte nur einen winzig kleinen Anfang eines größeren politischen und ökonomischen Durchgreifens darstellen; die Entwürfe von heute werden zu den Multimilliarden-Dollar-Realitäten von morgen. Wenn die Investition in ein Projekt erst einmal eine Milliarde Dollar überschreitet, erwachsen daraus neue Kapitalinteressen von Firmen in den Wahlbezirken und so weiter. Diese Regel scheint ungeachtet der Nützlichkeit des Projektes zu gelten.

Das größte und ehrgeizigste Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Energieministeriums ist das Konzept der (immer noch unbeherrschbaren) "Heißen" Kernfusion, für das mehr als eine Milliarde Dollar ausgegeben wurde. Die Heiße Fusion würde sowohl den Bau großer Kraftwerke erfordern, als auch weitere Umweltverschmutzung durch Überschußwärme, Strahlung und Stromleitungen bedeuten. Ein anderer erheblicher Teil des Etats des Energieministeriums wird für Hochenergiephysik und Waffenforschung ausgegeben, die nicht direkt mit der Energieerzeugung zusammenhängen. Wesentlich geringere Beträge fließen in die Entwicklung der Solarenergie und anderer alternativer Ressourcen sowie in die Energieerhaltung. Nichts, aber auch nicht ein Pfennig der öffentlichen U.S.-Etats (ausgenommen vielleicht die schwarzen Budgets, über die uns nichts bekannt ist) wird in die Erforschung jener Energiequelle investiert, von der ich glaube, daß sie unseren Umgang mit den Dingen verändern wird - die Freie Energie, die uns umgibt.

Ein tief verwurzeltes Interesse ist so mächtig geworden, daß wir blind für alle neuen Konzepte zu sein scheinen, besonders für solche, die so radikal sind wie die Freie Energie und die Kalte Fusion. Wir scheinen mehr an der Kontroverse darüber interessiert zu sein, ob diese Entwicklungen real sind, als daran, eine große Chance wahrzunehmen.

Kurz, wir scheinen uns in einer falschen Vorstellung von Sicherheit zu wiegen und bauen eine Raubbau betreibende Energie-Infrastruktur aus, die dabei ist, die Erde und uns selbst zu zerstören. Wir haben uns selbst ein "elektrisches Gefängnis" geschaffen, in das wir durch ein Netz von unmenschlichen, gesundheitsschädigenden Stromleitungen und Tankstellen und durch das endlose Dröhnen von Verbrennungsmotoren und ande- ren Energieerzeugern zunehmend eingeschlossen werden, die die Landschaft, den Himmel und die Meere verschandeln.

Wie der Frosch, der in einem Teich, in dem die Temperatur allmählich erhöht wird, langsam gekocht wird, haben wir uns allmählich an unser elektrisches Gefängnis gewöhnt. Innerhalb dieses Netzes gefangen, vergessen wir, um wieviel bereichernder sich für uns die noch vor zwanzig Jahren weitaus erträglichere Umwelt anfühlte. Ich lebe in den entlegenen Wäldern der Kaskaden-Kette in Oregon und kann bezeugen, wie wohltuend eine friedliche, saubere Umwelt ist.

Die meisten von uns sind sich der Tatsache nicht bewußt, daß wir unsere Energieressourcen in einem so kurzen Abschnitt der

Geschichte dermaßen mißbraucht haben. Wir müssen aufhören, unsere Erde zu mißhandeln, wenn wir überleben wollen.

Einige theoretische und experimentelle Informationen stützen bereits die Erwartung in die Nutzung der Raumenergie. Ich war überrascht über die Breite und Tiefe des Wissens, die Hingabe, Professionalität und die fundierten Errungenschaften unter führenden Theoretikern, Experimentatoren und Erfindern auf dem Gebiet der Freien Energie. Sie sind die Erforscher einer neuen Realität. Sie sind von der Majorität der Wissenschaftler abgeschnitten, weil jener Mainstream diese Realität hintertreibt und auf der Grundlage höchst oberflächlicher Argumente leugnet.

 

Im Gegensatz zum stereotypen Bild eines exzentrischen, abgehobenen Bastlers in der Garage, der wahrscheinlich falsch liegt, sind viele unserer Freie-Energie-Erfinder und -Forscher Doktoren, die in Mainstream-Einrichtungen arbeiten, wie zum Beispiel Dr. Shiuji Inomata vom Elektrotechnischen Labor in Tsukuba (Japans "Space City"). Er war während der letzten fiinfunddreißig Jahre hauptberuflicher Regierungsangestellter.

In Indien hat Dr. Pararnahamsa Tewari eine angesehene Position als staatlich angestellter leitender Projektingenieur beim größten im Bau befindlichen Kernkraftwerk des Landes inne. Die Regierungen dieser Länder haben diesen beiden Männern erlaubt, ihre Freie-Energie-Geräte (auf der Grundlage von Bruce DePalmas Konzept) zu bauen - etwas, das in einem Labor des Energieministeriums in den Vereinigten Staaten undenkbar gewesen wäre.

Dr. Inomata hielt kürzlich einen Vortrag vor leitenden Regierungs- und Industrieangestellten (mehr als 600 Profis erschienen zu seinem letzten Seminar), und die Firma Toshiba investierte zwei Millionen Dollar, um supraleitende Magnete für ihren neuen, unipolaren Generator zu entwickeln. Da Japan fast völlig von ausländischem öl für seine Energie- und Transportbedürfnisse abhängig ist, hat es bei der Vermarktung der Freien Energie aus dem Raum, der uns umgibt, wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Dies könnte für andere Nationen eine weitere verpaßte Chance sein und zu sogar noch mehr potentieller japanischer Marktdominanz bei Produkten führen, die aus dem weitsichtigen Ansatz der Japaner resultieren. Werden wir jemals daraus lernen?

Nur wenige andere qualifizierte Wissenschaftler nehmen sich die Zeit, sich mit Freier Energie zu befassen; die meisten der lautstarken Neinsager haben sich mit dem Problem nicht beschäftigt. Sie sind eingeengt durch den Druck von Kollegen, durch finanzielle Zwänge und durch starke Vorbehalte, das Unbekannte zu erforschen, das jenseits ihrer eigenen Spezialgebiete liegt. Ich weiß, was ich sage, denn ich habe mich vor Ort umgesehen!

Ein verbreiteter Irrtum, dem die Skeptiker unterliegen, besteht in der Annahme, sie müßten davon gehört haben, wenn es solche Maschinen gebe. Die Geschichte der Wissenschaft ist voll von Beispielen führender Wissenschaftler, die sich - manchmal aus rein gefühlsmäßigen Gründen - über neue Ideen auf der Grundlage dieser Annahme lustig machen. Später stellt sich heraus, daß sie sich geirrt haben. Natürlich ist dies von Wissenschaft und Rationalität so weit entfernt, wie dies überhaupt nur möglich ist, und es legt nahe, daß das Unterdrückungssyndrom bei den Wissenschaftlern selbst anfängt.

Regierungsvertreter und Medien wenden sich an die Wissenschaftler, um an Informationen zu gelangen, so daß auch sie das Offensichtliche ignorieren. Zum Beispiel interviewte ein Reporter der Washington Post einige von uns auf einem Symposium zur Freien Energie zum Thema Raumenergie (die auch als Freie Energie bekannt ist). Anstelle der ausführlichen Auskünfte, die wir dem Reporter gaben, erschien in der Zeitung ein unbeschwerter, "sicherer" historischer Artikel über Nikola Tesla.

Durch Nachlässigkeit, so scheint es, bestimmen diese Sprachrohre des Establishments, was mit Glaubwürdigkeit gemeint ist - was in Wirklichkeit wenig mit der Wahrheit zu tun haben mag. Der Telefonanruf eines Mainstream-Journalisten bei einer Mainstream-Koryphäe wie zum Beispiel Carl Sagan könnte eine Story zunichte machen. Leider können auch unsere angesehensten Nachrichtenquellen nicht das letzte Urteil über die Wahrheit sprechen. Dadurch wird der Fortschritt der Wissenschaft stark gebremst.

Warum also haben wir uns der Freien Energie nicht angenommen, wenn sie doch schon so lange bekannt ist? Warum haben wir wegen öl Kriege geführt - im persischen Golf, in Somalia und selbst in Vietnam? Warum haben wir zahllose Billionen Dollar fehlgeleitet, Menschenleben und unsere Umwelt geopfert, und warum fahren wir damit fort angesichts der Anzeichen, daß wir mit diesen selbstzerstörerischen Dingen aufhören können?

Wie konnten so viele Entscheidungsträger uns die Freie Energie so voll- kommen vorenthalten, so daß es noch immer keine einzige Maschine auf dem Markt gibt? Schließlich ist die Technologie, die nötig ist, um an sie heranzukommen, wahrscheinlich gar nicht so unerreichbar. Technisch und finanziell stellt sie möglicherweise eine geringere Herausforderung dar als das Manhattan-Projekt, in dem Wissenschaftler die Atombombe entwickelten, oder als das Apollo-Programm, bei dem Wissenschaftler und Ingenieure antraten, um Menschen auf den Mond zu schicken, oder als das Tokamak-Projekt zur Heißen Fusion, an dem Doktoren in Princeton arbeiten und das noch weit von einem definitiven Durchbruch entfernt ist. Mit nur wenigen tausend Dollar haben Erfinder es anscheinend zu Ergebnissen bei der Freien Energie gebracht -also nicht mit den Milliarden und Billionen, die rur die Verfolgung eher traditioneller Ansätze ausgegeben werden. Warum dauert es so lange, bis Geld in sinnvolle Richtungen fließt?

Mit anderen Worten, wie war es möglich, Freie-Energie-Techniken für so lange Zeit derart komplett zu unterdrücken, ja geradezu hermetisch abzuschirmen? Wenn unsere Regierungen und Wissenschaftler das Offensichtliche ignorieren, wieso haben dann die Kräfte des Marktes nicht Wind davon bekommen und es energisch vorangetrieben? Wie es scheint, wartet jeder darauf, daß ein anderer den ersten Schritt tut.

Ich bin zu einem Schluß gekommen, den ich früher für unwahrscheinlich gehalten hatte: daß das Unterdrückungssyndrom sich durch jeden Aspekt irgendeiner revolutionär neuen Entwicklung zieht. Gewöhnlich sind die Unterdrückungskräfte um so stärker, je radikaler das Konzept ist.

Zum Beispiel verfügen die meisten Erfinder nicht über genügend Geldmittel, oder sie haben sich finanziell übernommen, um ihre Geschäftsgeheimnisse zu wahren. Dadurch sind sie vom Wissensaustausch in interdisziplinären Gruppen abgeschnitten. Derlei wird aber, so meine ich, notwendig sein, um diese neue Industrie entwickeln zu können. Meines Erachtens werden wir einen bescheidenen Etat von vielleicht einigen Zigmillionen Dollar brauchen, um den entscheidenden Durchbruch zu erzielen.

Ich stimme nicht mit denjenigen überein, die diese möglicherweise Paradigmen zerschmetternde Entwicklung als Frage eines rein privatwirtschaftlichen Wettbewerbs ansehen - als ein Pferderennen, das durch die Chance motiviert wird, ein bestimmtes System könne als Sieger hervorgehen, was den glücklichen Erfindern Millionen oder Milliarden Dollar einbringen könnte. In einer solchen Wettbewerbssituation scheitern dann Entwicklungen anderer Neue-Energie-Systeme auf grund schlechten Timings, mangelnder Geldmittel oder anderer Zwänge.

In unserem Wirtschaftssystem dreht sich alles um Gewinn und Verlust. Der gesamte Komplex aus Ablehnung seitens der Wissenschaftler und Geheimhaltung seitens der Industrie sperrt uns in der westlichen Welt in ein Raster ein. Es ist ein verrücktes System! Insgesamt sind die meisten Erfinder und Erforscher von Freie-Energie-Systemen finanziell nicht genügend ausgestattet, deshalb geht es nur langsam voran. Die Aussicht, Millionär zu werden, indem man unter den ersten ist, die ein kommerzielles Modell entwickeln, schürt Geheimniskrämerei und Unterdrückung. Anstelle dieses Alles-oder-nichts-Ansatzes schlage ich vor, gewinnorientierte Strategien zu entwickeln, wodurch das Krebsgeschwür der Unterdrückung praktisch eliminiert würde. (Wegen unserer Angst vor dem Unbekannten unterdrücken wir, was wir am meisten brauchen.)

Die Befürworter der Freien Energie scheinen vor drei Hauptproblembereichen zu stehen:

  1. Unterdrückung aller Art hat die Verfügbarkeit der Neue-Energie-Technologien wirkungsvoll blockiert.
  2. Das Potential der Freien Energie, bestehende Infrastrukturen zu ersetzen, wird eine Verlagerung von Arbeitsplätzen, Einkommen und Macht verursachen, und zwar in einem bisher in unserer Wirtschaft beispiellosen Ausmaß.
  3. Der Mißbrauch der Freie-Energie-Technik könnte zu einer übermäßigen Nutzung oder zu ihrem Einsatz als einer mächtigen Waffe führen. Geräte können jedoch so konstruiert werden, daß sie sicher sind. Ich finde, die Möglichkeit eines Mißbrauchs ist kein Grund, die Technologie zu stoppen oder zu unterdrücken.

Saubere Freie Energie nutzbar zu machen ist zu wichtig für den Planeten und für uns selbst, und es ist unvermeidbar. Doch wir müssen Standards für ihren angemessen Gebrauch entwickeln, um die strengsten Richtlinien zur Erhaltung unserer globalen Umwelt einzuhalten. Wir müssen verantwortliche Schöpfer sein und sollten aus unserem Mißbrauch beispielsweise der Kernenergie gelernt haben.

Ich habe durchaus das Gefühl, sobald Freie-Energie-Geräte die üblichen Tests bestehen -auf Umweltverträglichkeit, Preiswürdigkeit und Annehmlichkeit -, wird die Technologie rasch den Weltmarkt erobern. Wir alle kennen die tiefgreifenden Auswirkungen, die frühere Erfindungen auf unser Leben hatten - Erfindungen wie Elektrizität, Telefon, Autos, Flugzeuge, Fernsehgeräte, Transistoren und Computer, um nur einige zu nennen.

Die Entwicklungen in naher Zukunft werden noch weitreichendere Konsequenzen haben, die über finanzielle Werte hinausgehen. In der Tat ist der Zukunfts schock bereits aktuell. Die meisten von uns haben keine Ahnung von den unvermeidbaren Verlagerungen, die dadurch entstehen können, daß eine Multibillionen-Dollar-Industrie überholt sein wird.

Unser vielleicht stärkster Unterdrückungsmechanismus beruht auf unserer (größtenteils unbewußten) Angst vor dem Unbekannten, das uns nach der Veränderung erwartet. Deshalb lehnen wir die Veränderung so lange wie möglich ab, bis die Perspektiven so deutlich werden, daß wir sie nicht mehr ignorieren können.

In unserer Wissenschaft und Technik stehen wir vor diesem Wendepunkt, in einer Zeit der Paradigmenwechsel, in der wir als gesamte Kultur darüber entscheiden, von einer Wahrheit oder Realität in eine andere hinüberzuwechseln. Die alte Newtonsche Sichtweise befindet sich auf dem Weg, den auch die frühere Auffassung von einer scheibenförmigen Welt gehen mußte, und doch herrscht in unserem Bewußtsein immer noch das Newtonsche Denken vor.

Mit Veränderung gehen auch Gefühle der Trauer um eine alte Weltsicht einher. Fundierte Untersuchungen des Trauerprozesses deuten daraufhin, daß die derzeit ablehnende Haltung der meisten von uns bald in Stadien von Wut, Feilschen, Depression und schließlich Akzeptanz des Neuen übergehen wird.

Wenn diese neuen Energie-Offenbarungen beginnen, die orthodoxe Welt und ihre empfindlichen wirtschaftlichen Strukturen zu erschüttern, werden viele von uns, da bin ich mir recht sicher, eine heftige Wut oder starke Ängste empfinden - Wut über die Unterdrückung und Angst vor dem Übergang zu einem neuen Paradigma. Auf einem Autoaufkleber heißt es: "Die Wahrheit wird dich befreien, doch zunächst wird sie dich stinksauer machen". Ich persönlich habe das Gefühl, in das Stadium zwischen Depression und Akzeptanz übergegangen zu sein.

Die Herausforderung liegt nicht darin zu entscheiden, ob es die Freie Energie gibt oder nicht. Es gibt sie. Statt dessen ist unser gemeinschaftlicher Wille gefordert, uns von unserer Ignoranz loszusagen, uns aus unserem elektrischen Gefängnis, von der Umweltzerstörung, dem Kästchendenken, der Newtonschen Starrheit, der Gier und den monopolistischen Finanzinteressen zu befreien.

Nun verstehen Sie, warum ich dieses Buch für so wichtig halte. "Die Energie-Revolution", so sagte Jeane Manning mir einmal freimütig, "könnte das Leben der Menschen zutiefst beeinflussen - ihre täglichen praktischen Entscheidungen - , denn dezentralisierte Energie bedeutet Freiheit. Sie ersetzt unser Gefühl von Hilflosigkeit durch die Fähigkeit, unsere Umwelt zu reparieren. Die Megaprojektbetreiber haben nun kein Standbein mehr, wenn sie behaupten, ihre Projekte seien notwendig."

"Die Leute müssen ihre Macht auf individueller und lokaler Ebene wiedererlangen", fuhr sie fort. "Die Regierung wird ihnen diese Macht nicht postwendend zurückerstatten. Wegen der von den Hauptstädten und Finanzzentren wie der Wall Street ausgehenden Greifarme der Energieverflechtung, die bis in die Brieftaschen der Bürger reichen, wird die Steuerstruktur ebenso verändert werden müssen wie die elektrischen Anlagen.

Die akademische Welt arbeitet nicht immer für die Menschen auf ihrem Planeten. Angestellte und Vertragsunternehmer (vor allem aus dem Verteidigungsministerium) kriechen für Konzessionen und Verträge zu Kreuze und lernen, in gewohnten Bahnen zu denken, um am Ball zu bleiben".

Auf der Grundlage meiner Erfahrungen der letzten dreißig Jahre kann ich dies voll unterschreiben. Jeane Manning ist eine hochqualifizierte Journalistin, die die Neue-Energie-Szene seit 1982 erforscht hat. Sie bringt eine internationale Sichtweise in den Bereich ein, da sie in ständigem Kontakt mit vielen Erfindern, Theoretikern und anderen Netzwerkern in rund einem Dutzend Ländern steht. Sie hat mehr als zwanzig Konferenzen zum Thema Energie in der Schweiz, in Deutschland, Kanada und den Vereinigten Staaten besucht.

Sie hat einen Bachelor-Abschluß in Soziologie und hat als Sozialarbeiterin, Reporterin, Zeitungsredakteurin, Kolumnistin und feste Autorin bei einer Zeitschrift gearbeitet. Ihre Motivation, die Karriereleiter zu verlassen, um solch ein ausgegrenztes Thema zu verfolgen, entstammt ihrer Sorge um unsere Umwelt. Sie fühlte sich ihr ganzes Leben lang zur Natur hingezogen, da sie in Alaska nahe des damals noch ursprünglichen Prince-William-Sunds geboren wurde und auf dem Lande nahe Coeur d' Alene in Idaho aufwuchs. In Colorado, British Columbia, oder wo auch immer sie gerade lebt, fühlt sie sich zu Naturlandschaften hingezogen. Jeane hat mir erzählt, daß sie sich selbst schwor, als sie 1982 zum ersten Mal einen unorthodoxen Magnetmotor sah: "Wenn das hier wahr ist, dann will ich der öffentlichkeit davon berichten, sobald die Zeit reif dafür ist. Wir bräuchten nicht noch mehr natürliche Flußläufe durch Staudämme zu zerstören oder die Luft zu vergiften".

Die Zeit ist reif, um dies der Welt mitzuteilen. Ich hoffe nur zu unser aller Wohl, daß ihr Wunsch für die Umwelt bald in Erfüllung gehen wird. Sie ist die erste erfahrene Journalistin, die qualifiziert ist, dieses bedeutende und vernachlässigte Thema in einem Buch abzudecken. Es stillt ein einzigartiges Bedürfnis.

Ein weiterer Aspekt besteht in der Tatsache, daß Jeane Frau und Mutter ist. In einer von Männern dominierten Industrie ist die feminine Perspektive als Fürsprecherin positiver Veränderung dringend nötig. Wenn wir die Paradigmenkluft überbrücken wollen, damit unsere Träume Wirklichkeit werden, kann dies nicht allein von jenen Technokraten, Wissenschaftlern, Ingenieuren und traditionellen Medien geleistet werden, die uns ja vor allem erst in diese Klemme gebracht haben. "Kein Problem kann von demselben Bewußtsein gelöst werden, das es geschaffen hat", waren Albert Einsteins Worte.

Ich hoffe, Ihnen bereitet das Lesen von Freie Energie - Die Revolution des 21. Jahrhunderts ebenso viel Freude wie mir. Jeane Manning unterbreitet eine objektive Sicht auf eine realisierbare Technologie, die auf Abruf bereitsteht - eine Technologie, die, wie ich glaube, zu einem neuen Bewußtsein auf unserem Planeten führen wird.

Dr. Brian O'Leary
Physiker und ehemaliger Astronaut

Vorwort der Autorin.

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