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15. Verleihung des Deutschen Zukunftspreises 2011

DZP-Trophäe/Quelle: http://www.deutscher-zukunftspreis.de

 

Willkommen im Club der Visionäre!

 

Und so sieht die begehrte (handgefertigte) Trophäe aus: der Deutsche Zukunftspreis 2011!

Heute wurde in Berlin zum 15. Mal der mit 250.000 Euro dotierte Deutsche Zukunftspreis verliehen. Diese Auszeichnung ist Menschen gewidmet, die „mit Kreativität, Wissen und Können nach überzeugenden Lösungen für marktfähige Produkte suchen.“ „Willkommen im Club der Visionäre!“, so dann auch zu Recht die freudestrahlende Begrüßung von Moderatorin Maybrit Illner.

"Und genau darum geht es dem Deutschen Zukunftspreis, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation: zu zeigen, wie wichtig Innovationen für unser Land und seine Menschen sind. Solche Innovationen fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis von Neugier und Hartnäckigkeit, von Wissen und Können. Dafür müssen die Voraussetzungen stimmen. Trotz Krise heißt deshalb die Devise für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft: Voller Einsatz für Bildung, Forschung und Entwicklung!“ Geleitwort von Christian Wulff

Bundespräsident Christan Wulff zeichnete mit diesem „Preis für Technik und Innovation“ heute Abend diese drei Wissenschaftler aus Dresden aus:

 

 

Die Preisträger
Prof. Dr. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer
Quelle: www.deutscher-zukunftspeis.de

 

Das siegreiche Projekt der drei Wissenschaftler aus Dresden: „Organische Elektronik - mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten“. Die Quintessenz dieser bahnbrechenden Entwicklung namens „Organische Elektronik“ gründet sich auf ihre herausragenden Eigenschaften: Flexibilität, Leichtigkeit, Unzerbrechlichkeit, und sie lässt sich zudem auf nahezu jeden beliebigen Untergrund auftragen. Extra-Bonus: ihre Umweltverträglichkeit.

„… Dazu werden Verbindungen aus Kohlenstoff verwendet, wie sie auch in der Natur vorherrschen. Viele dieser Materialien haben auch halbleitende Eigenschaften und können im Prinzip elektronische Funktionen übernehmen. Deren Effizienz konnte durch Dotierung mit bestimmten anderen Materialien durch das Dresdner Team erheblich gesteigert werden.

Da die organischen Materialien auch auf flexible Substrate aufgebracht werden können, bieten sie ganz neuartige Anwendungsmöglichkeiten. Denkbar sind neuartige Lichtquellen, die flächig ein besonders weiches und qualitativ hochwertiges Licht aussenden, neuartige Solarzellen, die aufgerollt werden können und außerordentlich preisgünstig die zu ihrer Herstellung verwendete Energie nach kurzer Zeit wieder einspielen. Weitere Möglichkeiten sind in Kleidung, Etiketten oder Pflaster integrierte elektronische Schaltungen, die in vielen Anwendungen Lebensqualität und Sicherheit verbessern können.“

Quelle: http://www.deutscher-zukunftspreis.de/content/bundespraesident-christian-wulff-verleiht-den-deutschen-zukunftspreis-2011-0

Mit dieser neuartigen flexiblen Elektronik wird es künftig beispielsweise möglich sein, aufrollbare Bildschirme oder Schaltungen auf Etiketten zu produzieren. Elektronik kann integriert werden in Pflaster oder Eintrittskarten. Und der „unkaputtbare PCs“, dem auch ein Sturz auf den Fußboden nichts anhaben kann, kann Realität werden. Multifunktionale Einsatzmöglichkeiten werden denkbar, bei denen zum Beispiel „Fenster“ tagsüber als transparente Solarzellen Energie liefern und abends dann Tageslicht abgeben, und zwar mit erheblich weniger Energieaufwand als unsere alte vertraute Glühlampe. Es werden noch eine Vielzahl von Möglichkeiten geschaffen werden, um Solarzellen zu einem so alltäglichen Gegenstand zu machen, dass Energiegewinnung auch auf kleiner Ebene eine Selbstverständlichkeit werden wird. So ist auch eins der erklärten Ziele, transparente, flexible Photovoltaic Module zur Stromerzeugung und Umweltentlastung zu produzieren.

Das schafft völlig neue Einsatzmöglichkeiten mit einer Bandbreite, die in ihrer ganzen Vielfalt jetzt noch kaum zu erfassen ist. Sicher gilt es auf dem Weg noch einige Probleme zu lösen, wie beispielsweise die Langlebigkeit dieser organischen Materialien sicherzustellen, doch auf hier wurden bereits Fortschritte erzielt.

Besonders erfreut zeigte sich Bundespräsident Wulff, dass gerade dieses Projekt mit der Komponente alternativer Energiegewinnung den Zuschlag der Kommission erhielt. Immerhin fühlt er sich jetzt in seiner Gewissheit bestärkt, all den Kritikern im Ausland, ob wir Deutschland den Atomausstieg wirklich würden durchziehen können, voller Überzeugung entgegenhalten zu können: Ja, wir schaffen es!

Unter diesem Link der ZDF-Mediathek können Sie die Preisverleihung mit der Vorstellung der Topanwärter für diese Auszeichnung nachträglich anschauen: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1519888/Deutscher-Zukunftspreis-2011.

 

Bleiben Sie neugierig!

 

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