
Was meinen Sie, was im 20. Jahrhundert geschah, als ein Elektroingenieur nach jahrzehntelangen Bemühungen und hohen persönlichen Forschungsinvestitionen tatsächlich einen Apparat entwickelte, der genug Energie aus dem "leeren Raum" gewinnen konnte, um bequem die Geräte eines Haushalts betreiben zu können? Na, was wohl? Das Patentamt verweigerte die Patentierung, und ein behördlich entsandter Ingenieur zertrümmerte den kostbaren Versuchsaufbau mit einem Vorschlaghammer.
Der Erfinder hieß Dr. Thomas Henry Moray (1892-1974), und der sogenann
te Konverter, den er in den 20er und 30er Jahren entwickelte, gab bis zu 50 Kilowatt elektrische Energie ab. Kernstück des Geräts war ein Empfängerelement, das Moray als "Detektor" bezeichnete. Genauere Einzelheiten sind nicht bekannt, aber auf jeden Fall war eine Art Halbleiterkristall beteiligt, der sich in einer gasgefüllten Röhre befand. Vermutlich war es ein früher Vorläufer des heutigen Transistors. An der einen Seite war dieses Element an eine Antenne aus dickem Kabel von mehreren Metern Länge angeschlossen, auf der anderen an mehrere abgestimmte Verstärkerstufen auf der Basis selbstentwickelter Röhren. Das Gerät war seit Ende der 20er Jahre funktionstüchtig, wurde hunderte Male erfolgreich vorgeführt und speiste 1937 gleichzeitig vierzig Lampen von je 100 Watt. Der Konverter wog um diese Zeit etwa 25 Kilogramm. 1939 erreichte der Erfinder in seinem Labor in Salt Lake City (Utah) eine nutzbare Ausgangsleistung von 50 Kilowatt.
Moray, der sich bereits in früher Jugend von Nikola Tesla hatte inspirieren lassen, sah den Ursprung der so gewonnenen Energie in einer kosmischen Strahlung. Er bezeichnete seine Erfindung als einen Festkörperdetektor und beschrieb sie als eine Pumpe für kosmische Energie, die lediglich die heranbrausenden Energiewellen in einen gleichmäßigen Strom umwandle - ein Strahlungsenergiegerät ("Radiant Energy Device"). Moray wies darauf hin, dass die so gewonnene Energie sich vom herkömmlichen Strom unterscheide; man könne zwar Lampen, Heizgeräte und Bügeleisen damit betreiben, aber keine Elektromotoren. Trotzdem wurde schließlich auch ein kleiner Elektromotor erfolgreich angeschlossen.
Laut einer anderen Beschreibung enthielt das Gerät eine Art Transistor, verschiedene elektrische Schwingkreise und bis zu 29 hintereinander geschaltete Plasma-Verstärker-Röhren sowie Antenne und Erdung (Moray, 1978). Beobachtern ist aufgefallen, dass die dünnen Drähte, die den Strom abführten, auch nach vielen Stunden Dauerbetrieb stets kühl blieben. Ein wichtiges Element des Funktionsprinzips soll die Resonanzabstimmung des elektronischen Plasmas in den Röhren gewesen sein, wodurch die Aufnahme von "Raumenergie" oder freien Energie ermöglicht worden sei.
Das US-Patentamt verweigerte Thomas Moray 1927 die Patentierung seines ersten Germanium-Halbleitergeräts, weil es offenbar mit unbekannten Komponenten arbeitete; die Beamten verstanden nämlich nicht, "wie die Kathoden erhitzt werden". Dank seiner Transistoren lief der Apparat jedoch kühl. Niemand hatte bis dahin Germanium für praktische Zwecke genutzt. Anfang der 40er Jahre entsandte die "Behörde für ländliche Elektrifizierung" einen Ingenieur namens Felix Frazer, der mit Moray zusammenarbeiten sollte, stattdessen jedoch eines Tages zum Hammer griff und alles kurz und klein schlug. Das Projekt kam anschließend nicht wieder auf die Beine. Der Erfinder wurde bedroht, angeschossen und gezielt in die Schuldenfalle hineinmanövriert.
Moray hatte seinen Konverter erfolgreich zu Lande, in Flugzeugen, unterirdisch und sogar unter Wasser getestet, um die Unabhängigkeit des Funktionsprinzips von
geographischen Bedingungen nachzuweisen. Um die Möglichkeit einer Abzapfung durch Induktion auszuschließen, wurden die Tests auch an weit abgelegenen Orten vorgenommen, mindestens 80 km vom nächsten Stromkabel oder Telefon entfernt. Das Gerät wurde mehrmals von Wissenschaftlern und Fachleuten überprüft, die sich gründlich vergewisserten, dass es keine versteckte Spannungsquelle gab. Lt. Col. Thomas Bearden, ein Nuklearingenieur beim Raketenkommando der US-Armee, schrieb 1973 über das Moray-Experiment, das er selbst beobachtet hatte: "Es war kein Hokuspokus, keine Legende und kein Trick, sondern eine stichhaltige, weithin anerkannte Demonstration, bei der schlicht und einfach Elektrizität aus der leeren Luft gewonnen wurde."
Thomas Morays Sohn John Moray leitet heute ein kleines, privates Forschungsinstitut in Salt Lake City und versucht genügend Geld aufzutreiben, um den fantastischen Moray-Generator komplett nachbauen zu können. "Wir haben all die Forschungsaufzeichnungen meines Vaters", sagt er, "und wir sind sicher, dass wir ein funktionsfähiges Gerät rekonstruieren können, aber bei den heutigen Preisen könnte die Entwicklungsarbeit viele Millionen Dollar kosten."
Stellen Sie sich aber mal vor, ein solches Gerät könnte nach gründlicher Erprobung in Serienproduktion gehen und würde nach der üblichen abfallenden Preiskurve seiner Einführung in Millionen Haushalten für kostenlosen Strom sorgen. Einfach so "aus dem Nichts"! Manche Leute würden freilich sagen, dies sei "schlecht fürs Geschäft"!
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